die Geschichte von Chemnitz - vom Anfang bis zur Gegenwart (in Kurzform)

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der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt am 10.11.2009 aktualisiert

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ab 1770

ab 1782

1944-45

ab 1949


1953



1971





1949-89

1990


ab 1990

an der Kreuzung der Salzstraße von Halle nach Böhmen und der Frankenstraße gründete Kaiser Lothar ein
reichsunmittelbares Benediktinerkloster auf der Höhe oberhalb des Tales vom Flüsschen Chemnitz

die als Reichsfürsten geltenden Äbte des Klosters nutzen die ihnen um 1143 übertragenen Fernhandelsmarktrechte
zur Gründung der Stadt Chemnitz im Bereich des heutigen Marktes. Chemnitz erhielt den Status einer freien
Reichsstadt, der bis zum Jahr 1308 erhalten blieb

Bereits im Mittelalter wurde die Stadt neben dem Fernhandel vor allem durch die Tuchmacherei und Leinweberei bekannt, was verbunden durch das Bleichmonopol die wirtschaftliche Bedeutung enorm steigerte.

Die großen Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges brachten dem Hauptort der sächsischen Textilindustrie
jedoch schwere Rückschläge ein.

Gründung der ersten Manufakturen

begann mit der Aufstellung der ersten Spinnmaschinen der Aufstieg zum “sächsischen Manchester”

während der Fliegerangriffe zum Ende des 2. Weltkrieges wurde die Stadt zu großen Teilen zerstört

nach der Gründung der DDR im Jahr 1949 begann der Wiederaufbau der Stadtstruktur ganz im Sinne einer
sozialistischen Großstadt

wurde auf Beschluss der DDR-Regierung eine Stadt gesucht, der man das Vermächtnis von Karl Marx
näherbringen wollte. Nach dem sich die Stadtregierung von Leipzig erfolgreich gewehrt hatte, musste Chemnitz
in den sauren Apfel beissen & wurde gegen die Meinung der Bevölkerung in Karl-Marx-Stadt umbenannt.

Damit das auch nach aussen hin richtig sichtbar wurde, schuf der russische Künstler Leuw Kerbel im Auftrag der
damaligen Regierung die weltweit größte Nachbildung des Kopfes von Karl Marx, der später nach dem man sich damit abgefunden hatte von der Bevölkerung liebevoll Nischel genannt wurde. Auf einem passend großen Betonsockel
platziert, wurde am dahinter liegenden Gebäude eine fast 20 Meter hohe Tafel angebracht, auf der der Leitspruch
von Karl Marx “Proletarier aller Länder vereinigt Euch” in unterschiedlichen Schriftgrößen & Sprachen verewigt wurde.

Im Laufe der Zeit in der DDR wurde die Industrie wie schon früher hauptsächlich vom Textilmaschinenbau geprägt.

Nach der Wende erhielt die Stadt durch eine Volksbefragung Ihren ursprünglichen Namen Chemnitz zurück.
Nur der sogenannte Nischel durfte bleiben, denn irgendwie gehört er nach fast 40 Jahren einfach dazu.

In den ersten Jahren im vereinten Deutschland zeigte der Kapitalismus sein wahres Gesicht. Fast alle der ehemaligen
Textilgroßbetriebe wurden aus rein wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Die Arbeiter wurden entlassen und nur zu
geringen Teilen in anderen Industriebereichen übernommen. Die meisten der zu diesem Zeitpunkt sehr hochwertigen Maschinen & Anlagen wurden für Schleuderpreise in andere Länder verkauft. Was viele Menschen in den alten
Bundesländern nicht wissen, ist die Tatsache das genau dort noch heute jede Menge der ehemaligen Maschinen &
Industrieanlagen zu finden sind.

In den letzten Jahren wurde in Chemnitz viel gebaut, manches wurde gut von der Bevölkerung angenommen und
manches nicht. Aber insgesamt gesehen hat sich die Stadt erstaunlich gut vom alten Image gelöst.


Sollten Sie in nächster Zeit vorhaben, Chemnitz zu besuchen, bringen Sie etwas mehr Zeit mit, denn in den
zahlreichen Museen der Stadt erwartet Sie eine große Menge an Informationen & Sehenswertem vom Anfang bis zur
Gegenwart. Auf der Seite Kulturelles finden Sie wichtige Links zu bedeutenden Museen & Ausstellungen. Darüber
hinaus gibt es aber auch noch einzigartige weitere Einrichtungen & Kulturdenkmäler die Sie sich auf keinen Fall
entgehen lassen sollten. Mehr dazu auf der Seite Highlights hier in der Rubrik Touristinfos.

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